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Jubilums-Rocktober sprengte alle Rekorde
Volles Haus und grosses Stimmungshoch an der Konzertnacht
Ausgerechnet die fnfte Ausgabe des beliebten Rocktobers, den die Neuenkircher
Gruppe Jugend Aktiv jhrlich veranstaltet, darf erfreulicherweise als Konzertnacht
der Superlative bezeichnet werden und bertraf smtliche Erwartungen. Die vier
verpflichteten Luzerner Bands spielten am Samstagabend vor vollem Haus Rock-sound
vom Feinsten und verwandelten, jede auf ihre eigen Art, das Pfarreiheim in einen
bebenden Rocktempel mit angeheizter Stimmung.
Gesamthaft betrachtet gilt diese erfolgreiche fnfte Jubilumsveranstaltung
mit Sicherheit als bisher grsster Hhepunkt in der Geschichte der Rocktober-Konzerte,
bilanzierte ein zufriedener Robert Boog, Prsident der initiativen Gruppe Jugend
Aktiv, nicht ganz ohne Stolz. Der immense Aufwand, die monatelange Vorbereitungsphase
und der unermdliche Einsatz von rund 40 freiwilligen Helferinnen und Helfern
am Anlass selbst haben sich einmal mehr bezahlt gemacht, die reibungslose Organisation
verdient erneut das Prdikat ausgezeichnet.
Heuer habe nun wirklich alles gestimmt, angefangen vom zahlreichen Publikumsaufmarsch,
welcher zur Folge hatte, dass Sptznder, die erst im Verlaufe des Abends auf
den Geschmack des Rocktobers kamen, vor ausverkauften Kassen standen und enttuscht
wieder abziehen mussten, ber die vorzgliche, absolut friedliche Stimmung bis
hin zu den Gigs der verschiedenen Bands. Die vier engagierten Musikgruppen
haben mit ihrem grossen musikalischen Knnen und mit ihrer inszenierten Bhnenshow
allesamt eingeschlagen. Keine ist abgefallen, im Gegenteil, jede wusste auf
ihre eigene Art zu berzeugen und die Zuhrerschaft in ihren Bann zu ziehen,
so Rbi Boog. Doch auch das gebotene attraktive Rahmenprogramm durfte sich absolut
sehen lassen. So konnte man nicht nur bis in die frhen Morgenstunden im mit
viel Liebe und Phantasie dekorierten Pfarreiheimsaal den Konzerten beiwohnen,
sondern zwischendurch im angrenzenden Pub eine kleine Verschnaufpause einlegen
und wieder etwas Kraft auftanken. Als weitere Neuheit wurde eine Grossleinwand
installiert, auf welcher man einerseits in der Pause zwischen den einzelnen
Auftritten und als berbrckung fr die Bhnenumbauten in einem Videoclip die
nachfolgende Band kurz vorstellte und andererseits Nahaufnahmen vom Live Konzert
projizierte.
Schon bald ging die Post ab
Erffnet wurde die heisse Konzertnacht, welche nicht nur Publikum aus der nahen,
sondern auch aus der weiteren Umgebung anzog, mit rockigen Tnen der sechskpfigen
Gruppe Cheese for all aus Malters. Sie spielten hauptschlich Coverversionen
von neuzeitlichen Hitparadenhits wie auch von lteren Ohrwrmern und Evergreens
und legten mit ihrem unbeschwerten, lockeren Bhnenauftritt den Markstein fr
ein gutes Gelingen dieses musikalischen Happenings. Ein weiterer Pluspunkt war,
dass sie ein breitgefchertes Repertoire aufzuweisen vermochten und auch einige
Mundartsongs berhmter Schweizer Interpreten, wie etwa der bekannten Bernerband
Zri West, zum Besten gaben und so das Publikum zum Mitsingen animieren und
ein tolles Partyambiente herbeizaubern konnten.
Anschliessend war die Band Grandmothers Groove aus Willisau, welche in der
Musikszene lngst kein unbeschriebenes Blatt mehr ist, an der Reihe. Binnen
weniger Minuten stieg das Stimmungsbarometer in die Hhe, der berhmte Funke
sprang aufs Publikum ber, die Fans kreischten und kreisten ihre Hfte lssig
im Takt zu den angeschlagenen Rhythmen, die Post ging total ab. Ausschlaggebend
dafr war nicht nur der prsentierte Sound, dessen Stil kaum definierbar ist,
und die eindrcklichen Perkussionssoli, sondern mitunter das total schrge Outfit
der Musiker, welchen man den Spass sichtlich ansah, sowie ihre gute Bhnenprsenz.
Grosser Headliner
The Proof, die ihre Rocktober-Feuertaufe bereits vor zwei Jahren feierten,
vermochten mit Sound, welcher unter die Haut ging, der Stimmung nochmals einen
besonderen Touch aufzusetzen und entpuppten sich als Headliner des Abends. Sie
zogen smtliche Register und begeisterten mit ihrer unverbrauchten Spielfreude
die Zuhrerinnen und Zuhrer mit erdigem RhythmnBlues aus den guten alten
Zeiten sowie mit fetziger Live-Rockmusik im Stile der Blues Brothers, Tina Turner
oder James Brown. Sie stellten allerdings nicht nur ihren ersten Tontrger Waterproof
vor, zur grossen berraschung brachten sie einen dunkelhutigen Gastsnger mit,
einen veritablen Vollblutmusiker, der einmal an einer Probe anwesend war und
nun mit mitreissenden Showeinlagen erstmals ffentlich mit der Rothenburger
Band auftrat. Aus zeitlichen Grnden mussten sie jedoch bereits nach einer einzigen
Zugabe das Feld rumen und der letzten Band Platz machen.
Den Schlusspunkt setzten schliesslich die Luzerner Phantom Gollies, die fr
keinen weiteren Hhepunkt mehr sorgen konnten. Die Musik aus den Beatclub-Zeiten
war zwar ganz passabel, da sich die jungen Musiker jedoch auf der Bhne nicht
sonderlich gut bewegten, fehlte der letzte Kick, wie man ihn bei den Vorgngern
erlebte.
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